Am Donnerstag, den 19. Januar, haben wir  in inspirierenden Räumlichkeiten unseres neuen Kooperationspartners in Düsseldorf, InVision, beim 13. #SoMeD-Stammtisch mit Rouven Kasten über die Aktivitäten der GLS-Bank im Bereich Social Media gesprochen. Es war ein interessanter Vortrag, es wurde viel gelacht und hinterher gab es bei leckerer Currywurst und Salat eine Menge gute Gespräche und tolle Möglichkeiten zum Netzwerken. Kurzum: Es war ein gelungener Abend.

Die GLS-Bank ist in vielerlei Hinsicht besonders. Sie hat sich eine außergewöhnliche Agenda gesetzt: Geld ausschließlich für nachhaltige Projekte und Ideen zur Verfügung stellen. Von der ökologischen Landwirtschaft, über erneuerbare Energien, Soziales bis hin zur Bildung unterstützt die Bank all die Menschen, Unternehmen, Organisationen und Projekte, die nachhaltige, individuelle und gesellschaftliche Entwicklung vorantreiben.

Andere Wege gehen

Aber nicht nur bei ihrem täglichen Engagement ist die Bank besonders. Auch in Sachen Social Media geht sie ganz andere Wege als der Rest. Die Bank gibt keinen Cent für GoogleAdWords oder Facebook-Kampagnen aus, sie nutzt statt GoogleMaps auch lieber OpenStreetMap. „Wir machen nichts auf Facebook, wo ein Preisschild drauf steht“, sagt Rouven. Im Fokus stehen bei Facebook daher auch nicht die eigenen Angebote der Bank, sondern viel mehr das, was sie ausmacht: Die Projekte. So wird über ein neues Flüchtlingsradio gepostet oder zu einer Demo für gesundes Essen aufgerufen. Die GLS-Bank veröffentlicht grundsätzlich zu Themen, die die Bank bewegen oder auch zu Projekten, die von ihren Kunden durchgeführt werden. Geschäftskunden dürfen sogar einen eigenen Blogbeitrag auf der Seite der Bank veröffentlichen. Das Social-Media-Engagement ist damit keine Verkaufsstrategie, sondern reine Markenbildung. „Erläutern was die Bank tut und dafür Verständnis schaffen“, erklärt Rouven.

Das macht die Bank natürlich nicht nur bei Facebook. Auch bei Twitter, Instagram, LinkedIn, Xing, Vimeo, Ello, YouTube und sogar Google+ ist die Bank aktiv. Auch wenn Rouven sagt: „Google+ ist wie ein Fitnessstudio: Alle sind angemeldet, aber keiner geht hin“.

Eine Frage der Haltung

Ganz zum normalen Engagement der Bank passt dann auch ihre Aktivität auf Ello. 13. #SoMeDManche mögen sich jetzt fragen: „Was ist denn Ello? Noch nie gehört…“ Ello.co gibt es seit rund drei Jahren und „ist wie Facebook, nur besser und mit Datenschutz“, so Rouven. Die Bank hat dort ganze 314 Follower. Aber darum geht es nicht. Denn es ist schlicht eine Frage der Haltung: „Für die 314 machen wir das“, sagt Rouven. Und dann ist es sicher auch schön, wenn man ab und zu mal hört: „Boah cool, ihr seid bei Ello!“ Die GLS-Bank ist wohl auch gefühlt die einzige Firma in ganz Deutschland, die auf Ello unterwegs ist. Es geht eben nicht um den Erfolg, sondern ums Prinzip. Wir finden, Prädikat: Außergewöhnlich!

Dabei zeigt sich der Erfolg auf Social Media im Vergleich zur Konkurrenz ganz klar. Nicht nur auf Facebook und Twitter ist die GLS Bank erfolgreicher als der direkte Wettbewerb, auch insgesamt: Bei der allseits präsenten Klout Score erhält die Bank sehr gute 65 Punkte. Nur mal zum Vergleich: Sascha Lobo kommt auf 80 (von 100), die direkte Konkurrenz auf 47 und weniger.

Wir bedanken uns herzlich bei Rouven für den tollen Abend und die spannenden Insights und Ansichten. Wir haben gelernt: Es geht auch anders. An dieser Stelle möchten wir uns auch sehr bei unserem neuen Kooperationspartner InVision bedanken, die uns ihr ebenfalls außergewöhnliches Office sowie Getränke und Essen für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben. Ein dickes Dankeschön auch an Jennifer Drießen und Björn Bittner von InVision für ihre tatkräftige Unterstützung an dem Abend.

Übrigens für alle, die den Vortrag  verpasst haben: Wir haben ihn per Facebook gestreamt und Ihr könnt ihn Euch daher noch auf unsere Facebook-Seite anschauen.