Rückblick 7. #SoMeHB – Wie vermeide ich einen Shitstorm?

Rückblick 7. #SoMeHB – Wie vermeide ich einen Shitstorm?

Am 11. April 2016 war es wieder soweit … 20 Social Media Interessierte trafen sich im Weserwork Coworking Space zum bereits 7. Social Media Abend in der Bremer Überseestadt. Frauke Bitomsky vom B2N Social Media Services gab in Ihrer Präsentation zahlreiche Tipps, wie man bestmöglich einen Shitstorm erzeugen und damit langfristig das eigene Image schädigen kann. Mit diesen „Hilfestellungen“ vermittelte die Social Media Expertin einen Einblick, was überhaupt ein Shitstorm ist und welche prominenten Fälle es in den letzten Jahren zu negativer Berühmtheit gebracht haben. Angefangen von McDonald’s über das New Yorker Police Department, bis hin zu Nestlé, Schlecker, ING-DiBa und Henkel haben schon zahlreiche große Konzerne auf die falschen Kommunikation gesetzt und so einen Aufschrei im Social Web verursacht. Dabei hätten diese negativen Stimmungen oftmals schon früh erkannt und in eine andere Richtung gelenkt werden können, wie die Referentin anhand von zahlreichen Beispielen belegte.

Wichtig ist dabei vor allem, sich in der virtuellen Realität eine stabile Fan-Base zu schaffen und ausreichend Zeit in den Austausch mit den eigenen Followern zu investieren. Nur mit Transparenz und Ehrlichkeit lässt sich langfristig eine Community aufbauen, die den besten Schutz in der digitalen Welt für ein Unternehmen oder eine Person des öffentlichen Lebens gegen falsche Anschuldigungen durch Dritte bietet. Dies ist häufig ein noch wirkungsvolleres Mittel, als selbst mit eigenen Argumenten gegen Trolle und Hater zu bestehen, die es bewusst darauf anlegen, die Reputation der eigene Marke zu schädigen. Die Erstellung und Einbettung einer so genannten Netiquette, also ein Regelwerk für die gemeinsame Kommunikation in einem Netzwerk, kann dabei helfen, den richtigen Ton in der Diskussion zu bewahren und Störer, die gegen die Regeln der Community verstoßen, abzumahnen. Für große Unternehmen und Konzerne gibt es darüber hinaus noch die Möglichkeit einen Notfallplan zu installieren, falls außerhalb der Geschäftszeiten oder am Wochenende negative Stimmungen in den sozialen Netzwerken beobachtet und darauf kurzfristig reagiert werden muss. Kostenfreie und kostenpflichtige Tools helfen den Social Media Verantwortlichen dabei, die Helikopter-Perspektive auf die verschiedenen Bewegungen in den diversen Online Kanälen nicht zu verlieren.

Frauke Bitomsky hat deutlich gemacht, dass negative Kritik auch als Chance gesehen werden muss, eigene Fehler zu korrigieren und aus der offenen Kommunikation zu lernen. Ein kritischer Hinweis in einem Kommentar oder ein Verbesserungsvorschlag eines Followers sollte man immer ernst nehmen und nicht unbeantwortet lassen. Ebenso dürfen auch die eigene Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen als Influencer nicht unterschätzt werden. Das eigene Social Intranet muss in der Strategie zur Kommunikation der eigenen Markenbotschaft berücksichtigt werden, denn schließlich bringt die beste externe Informationsversorgung keinen Erfolg, wenn der interne Austausch in einem Unternehmen nicht richtig funktioniert.
Während und vor allem nach dem Präsentation nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit ihre Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und selbst von bekannten Shitstorms zu berichten. In einer lockeren Runde wurde anschließend noch engagiert diskutiert und persönliche Kontakte geknüpft. Ein interessanter und unterhaltsamer Community Abend fand seinen Abschluss auf dem Außenbalkon des Coworking Spaces mit Blick auf die Weser im Sonnenuntergang.

Wir möchten uns bei dem gesamten Team von B2N – Frauke Bitomsky, Stefanie Norden und Tristan Büchtmann – für den wirklich gelungenen Vortrag und die ausführlichen Antworten auf die zahlreichen Fragen recht herzlich bedanken und wollen natürlich auch nicht Agnes Dobrzynski und Bernhard Havermann vom Weserwork vergessen, die uns die tollen Räumlichkeiten des Coworkins Spaces zur Verfügung gestellt haben.

Vielen Dank auch an alle Teilnehmer … durch Euer Interesse und Euer Engagement wächst die Bremer Social Media Community immer weiter!

Das Team von #SoMeHB freut sich bereits auf den nächste Social Media Abend am Dienstag, 3. Mai 2016.

By | 2018-04-17T22:08:32+00:00 12. April 2016|Categories: #SoMeHB, Rückblicke|0 Comments

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